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schritt 3 größenvergleich, mein kumpel axel ist bisschen mehr al 1,90 groß (das heißt meine freundin passd auch rein falls sie mal nerven sollte *g* =P)
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schritt 2 seiten und deckel drauf
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Frettchenkunde

Das Frettchen - Mustela putorius furo

Ganz witzig ist die Herleitung des lateinischen Namens. Im deutschen hieße das Frettchen, wenn man es wortwörtlich aus dem Latein ableitet, so viel wie stinkender Mäuse tötender Dieb. Es setzt sich aus Mustela also Mader/ Mäusedieb; putorius bzw putoris was Geruch/Gestank bedeutet und Furo bzw furis für Dieb zusammen.
Albino Frettchen

Physische Daten unseres Mäusekillers

Das Raubtiergebiss des Frettchens umfasst 34 Zähne. Die ersten Zähne brechen beim Welpen mit etwa 10-15 Tagen durch, ein erneuter Zahnwechsel erfolgt mit etwa 7 Wochen und dauert einige Wochen an. Mit etwa 15 Wochen sollte dann das entgültige Gebiss vorhanden sein.

Die Kopf / Rumpflänge beträgt etwa 30 - 35 cm bei der Fähe; 38 - 42 cm beim Rüden. Für die Rute fallen noch einmal etwa 7,5 bis 10 cm an, abhängig vom Geschlecht. Die oftmals deutlich kleineren und schlankeren Fähen bringen je nach Jahreszeit zwischen 450 und 1000 gr auf die Waage. Die größeren Rüden wiegen zwischen 800 und 2000 gr, wobei unkastrierte Jungrüden im ersten Winter auch schon mal bis zu 2500 gr wiegen können. Nach der Kastration geht dieses Gewicht allerdings wieder zurück. Allerdings sind dies nur Richtwerte. Wie bei uns Menschen gibt es auch große Fähen und zierliche Rüden. Sollte ein Frettchen nicht in dieses Raster fallen, ansonsten aber gesund sein, besteht kein Grund zur Sorge.

Das Gewicht des Frettchens unterliegt Schwankungen, die durch die Jahreszeiten herrühren. Im Herbst fangen sie an, sich einen natürlichen winterspeck anzulegen, der dann etwa 30 % des späteren Gesamtgewichtes ausmacht. In Innenhaltung lebende Tiere nehmen oft nicht ganz so viel Winterspeck zu wie Frettchen, die draußen gehalten werden. Dieser Winterspeck geht zum Frühjahr hin wieder verloren. Oftmals machen sich dann die Halter Gedanken, ob etwas mit ihrem Tier nicht stimmen könnte, doch dies ist ein völlig natürlicher Vorgang, der sich Jahr für Jahr wiederholt.

Das Frettchen verschläft etwa 16 - 18 Stundes des Tages. Dabei fallen die Aktivitätszeiten weder nur auf den Tag noch auf die Nacht. Frettchen sind dann wach, wenn sie wach sein möchten. Und wenn sie nachts um 03.00 Uhr Lust haben mit einem besonders geräuschvollen Klingelball zu spielen, werden sie dies auch gewiss tun. Allerdings passen sich viele Frettchen dem Tagesrhythmus ihrer Halter an. So verschlafen sie z.B. den Arbeitstzeitraum ihres Menschen und werden wach, sobald dieser den Schlüssel in die Haustür steckt. Nach einigen Stunden des ausgelassenen Spiels gehen sie wieder in ihr gemütliches Bettchen zurück und schlafen weiter den Schlaf der Gerechten.

Augen wie ein Adler hat das Frettchen nicht. Sie sehen eher schlecht auf große Entfernungen und auch die Fähigkeit, Farben zu erkennen, ist eher beschränkt. Dafür besitzen sie einen deutlich besseren Geruchssinn. Ebenso ist ihr Hörvermögen exzellent. Versucht man am am anderen Ende der Wohung heimlich eine Tüte Chips zu öffnen, stehen die Kobolde innerhalb weniger Sekunden Gewehr bei Fuss.

Das Frettchen besitzt seitlich des Afters Analdrüsen. Diese sondern bei jedem Kot lassen ein klein wenig Sekret ab. Aber auch als Kommunikationsmittel sind diese Drüsen enorm wichtig. Bei großer Erregung, z.B. in einem Kampf mit einem anderen Frettchen, können sog. Stinkbomben fallen. Diese sollen dem Gegenüber klar machen, dass dem Frettchen die Situation zu viel wird und es Angst hat. Aber auch bei Entspannung oder wenn sich das Frettchen erschrickt, drüsen sie ab. Die Analdrüsen zu entfernen ist in Deutschland verboten. Im Ausland allerdings wird dies leider noch oft gemacht. Fehlen dem Frettchen diese Drüsen, geht auch ein großer Teil der Kommunkationsmöglichkeiten verloren und es kann zu Problemen unter den Frettchen, vorallem bei Vergesellschaftungen, kommen.
Das Gebiss

Hybriden

Dieser Begriff beschreibt in der Frettchenszene einen Mischling aus Iltis und Frettchen. Der größte Teil dieser Hybriden entsteht, wenn eine ranzige Frettchenfähe ausbüchst und sich mit einem Iltis vergnügt. Kehrt die Fähe zurück zu ihrem Besitzer und bekommt ihre Jungen, wundern sich diese oftmals über die übermäßig scheuen und bissigen Welpen. Jegliche Erziehungsversuche scheitern.

Frettchenhybriden haben ein schweres Los gezogen. In der ersten Generation, in der wie oben beschrieben, ein Elternteil Iltis ist, schlägt der Wildtiercharackter voll durch. Diese Tiere sind menschenscheu, bissig und sehr streßanfällig. Sie sind wesentlich geschicktere Kletterer, überwinden Höhen von bis zu 1,5 m spielend und sind unheimlich klug. Doch auch die folgenden Generationen bekommen noch viel Iltisblut mit. Von Hybridenhaltern weiß ich, dass sich die Haltung dieser Mischlinge als äußerst schwierig für beide Parteien gestaltet.

Sie suchen sich meist eine Bezugsperson aus, die sie akzeptieren und selbst dann ist man weit von der normalen Mensch/Tier-Beziehung entfernt. Allerdings muss man dazu sagen, dass bei solchen Beschreibungen viele Leute an ihr Frettchen denken und meinen einen Hybi daheim zu haben. Dies ist aber wirklich nur in den seltensten Fällen so. Auch meinen einige Menschen in ihrem sehr dunklen Iltisfrettchen eindeutig einen Hybriden zu haben. Dabei gibt es keinerlei äußerliche Erkennungsmerkmale, die einen Iltisnachfahren eindeutig bestimmen. Leider gibt es auch heute noch Züchter, die sich durch Einkreuzung wilder Iltisse in die Zuchtlinien, mehr Vitalität, Widerstandskraft und eine höhere Krankheitsresistenz versprechen.

D iese Zuchtversuche gehen leider immer zu Lasten der Tiere. Hybriden sind keine geeigneten Wohungstiere, gerade die erste Generation würde permanentem Streß unterstehen und auf Dauer das Tier krank machen. Allerdings würden sie allein in derNatur ebenso wenig überleben können. Dafür sind doch noch zu wenige Wildtiergene vorhanden. Außerdem würde es der Iltispopulaton schaden. In diesem Fall sollte man ein geeignetes Außengehege bauen, dass so naturnah wie möglich gestaltet wird.

Hybridenhaltung ist allerdings meldepflichtig, denn diese Tiere fallen unter das Wildtierschutzgesetz.
Ein Iltis

Text verfasst von Portia (Moderatorin im Forum)

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